Therapie

Delfingestützte Therapie ist eine speziell und individuell auf Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und besonderen Bedürfnissen abgestimmte Therapie. Hierbei werden verschiedene Therapieformen, kombiniert mit der Interaktion des Delfins, angewendet. Der Delfin ist Motivator und Belohnung für gewünschtes Verhalten (körperlich, mental und emotional).

In den Therapiesitzungen nehmen die Kinder über die Delfine wieder Kontakt mit ihrer Umwelt auf, Ängste werden abgebaut und Verkrampfungen lösen sich.

Diese positiven Impulse führen zu erstaunlichen Fortschritten in der Entwicklung der Kinder. Und das gilt für eine Vielzahl von Behinderungsformen ( z.B. Spastik, Autismus, Hirntrauma oder Geburtsschäden).

Weitreichende Untersuchungen haben gezeigt, dass Therapie in Kombination mit der Interaktion eines Delfins Kinder in ihrer Weiterentwicklung fördert und sie bis zu viermal so schnell lernen.

Entwickelt wurde diese einmalige Therapieform vor über 20 Jahren von Dr. David E. Nathanson, einem amerikanischen Psychologen und Verhaltensforscher. Viele andere bekannte Therapiezentren verwenden das Konzept der delfingestützten Therapie oder bauen zumindest darauf auf.

Dr. Nathanson selbst beschreibt das Therapiekonzept der delfingestützten Therapie folgendermaßen: " Wenn wir möchten, dass ein Kind spricht, und das Kind möchte nicht sprechen, müssen wir seine Aufmerksamkeit bekommen und es mit Hilfe des Delfins dazu bringen, den Wunsch zu sprechen in sich zu verspüren. Wir müssen das Kind dazu bringen, es einmal zu tun und dann dieses Verhalten positiv verstärken, so dass es immer wieder den Wunsch danach verspürt, zu sprechen."

Die delfingestützte Therapie arbeitet nicht nur an einem einzelnen Gebrechen, sondern erfasst das gesamte Kind mit seiner Persönlichkeit, seinen Stärken und Schwächen. Dabei konzentriert sich die Therapie nicht auf Dinge, welche der Patient nicht mehr kann. Die delfingestützte Therapie will die übriggebliebenen Fähigkeiten aktivieren und verbessern. Die Therapie konzentriert sich also nicht auf die irreversibel zerstörten Zellen im Gehirn, sondern auf das übriggebliebene Zellmaterial.

Für den Patienten stellt der Delfin die Motivation dar, mit dem Therapeuten an Land zusammen zu arbeiten. Erst wenn die therapeutische Arbeit an Dock/Land erledigt ist, darf der Patient zur Belohnung zum Delfin ins Wasser.

Die delfingestützte Therapie ist eine Intensivtherapie für Kinder, welche Defizite in den Bereichen Sprache, Grob- und Feinmotorik, Kommunikation und Aufbau von Selbstvertrauen haben. Die Therapie ist individuell auf den Teilnehmer abgestimmt und dient zur Unterstützung früherer Therapien und weiterführender, traditioneller Behandlungen. Die delfingestützten Therapie integriert Therapietechniken aller Art. Bereits Gelerntes und Erreichtes wird gewissermaßen neu "aktiviert". Traditionelle Therapien, wie beispielsweise die Physiotherapie und die Sprachtherapie, erreichen nach einiger Zeit eine Grenze, welche durch die delfingestützte Therapie durchbrochen werden kann.

Auch Dr. Nathanson vertritt zum Thema „Wundertherapie" eine klare Meinung:

Zitat: „In den Medien wird unser Therapieprogramm oft als Wundertherapie dargestellt, was es nicht ist. Wir können den Kindern mit den unterschiedlichsten Erkrankungen sehr viel helfen, aber wir können sie nicht heilen. Die Menschen müssen die Realität sehen, und die ist, dass wir den Zustand der Kinder deutlich bessern können. Aber wir können spezifische Erkrankungen nicht heilen".